Folge 004: Das Paket mit dem Totenkopf

Folge 004: Das Paket mit dem Totenkopf
Medium:
Label:
Erscheinungstermin:
EAN:
LP / MC / CD
EUROPA
1981 (LP / MC) / 10. Juni 2003 (CD)
743219896247 (MC) / 743219896223 (CD)

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87%

Insgesamt sind 2 Rezensionen des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 87%.

Rezensionenübersicht

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Eine Rezension von Hauke Preuß

Ein für Tarzans Mutter wichtiger Koffer wird entwendet. Tarzan vermutet einen Racheakt. Mit seinen Freunden gerät er schon bald an Rauschgifthändler …

1978 erschien im Stern, einem Magazin, für das u. a. Rolf Kalmuczak gearbeitet hat, das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, welches die Drogenszene in Berlin für Kinder- und Jugendliche realitätsnah darstellt. Dies war sicherlich der Initiator für diese Geschichte, die in einigen Punkten Parallelen aufweist. Zum Beispiel heißt im „Sternbuch“ ebenfalls eine wichtige Person Detlef.

Die TKKG-Buchvorlage hat H. G. Francis gut zu einem Hörspiel umgeschrieben. Wie üblich gibt es einige Änderungen. Die Dialoge sind nicht mehr so stark auf Tarzan konzentriert. Karl hat einige Dialogteile von Tarzan und Klößchen teilt Beobachtungen Tarzans mit. Beim Kürzen sind auch neue Sprüche entstanden. Im Buch sagt Tarzan beispielsweise nicht zu sich selbst „100 Mark, das ist wirklich großzügig Opa“. Da wird er erst überredet, das Geld anzunehmen.

Gerne hätte ich die Szene gehört, in der Tarzan einen ehemaligen Klassenkameraden wiedertrifft, der im Drogenrausch absolut abgestürzt ist. Dies erinnert sehr an die Artikelserie im Stern, da der gleiche Wortschatz (z. B. „Turkey“) verwendet wird. Außerdem ist es sehr eindringlich.

Leider fehlt ebenfalls die Szene, in der Klößchen seine Strickleiter vorstellt, durch die er erstmals in der Lage ist, nachts mit Tarzan aus dem Internat zu verschwinden.

Boxernase Zaulich, gesprochen von Andreas von der Meden, die Serviererin im Hotelrestaurant, die Mutter von Detlef Egge sowie der Türsteher und eine Besucherin einer Diskothek werden nicht im Booklet genannt.

Mir gefallen die Sprecher sehr gut. Schön ist es auch Wolfgang Draeger als Kommissar Glockner zu hören, der im Buch am Ende keine wörtliche Rede hat. Jan Krause als Dieter Lembke halte ich für eine Fehlbesetzung, weil seine Stimme wie die eines Jugendlichen klingt und nicht nach der eines Erwachsenen.

Die Geräusch- und Musikkulisse sind gut. Musikalisch gefällt mir die alte Auflage ein Stück besser. Die gute alte MC-Auflage klingt dynamischer als die auf CD gepresste – vor allem bei den Partyszenen.

Fazit
Ein tolles Hörspiel, dessen Vorlage aber noch ein Stück atmosphärischer und lustiger ist.

Score
95%
Verfasst am: 24.12.2010