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Klößchens StrickleiterEine Rezension von Hauke Preuß 1978 erschien im Stern eine Reihe über die Drogenszene in Berlin, bei der Kinder alles taten, um an Geld für Heroin zu gelangen. Genau mit einer solchen Tat beginnt dieser TKKG-Fall. Zum Glück geht es nicht so heftig zu wie in „Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, Prostitution ist also nicht anzutreffen. Dafür trifft Tarzan einen drogenabhängigen ehemaligen Klassenkameraden wieder. Dies ist sehr eindringlich geschildert. Das Thema Rauschgift behandelt der Rolf Kalmuczak (Stefan Wolf) mit äußerster Strenge ohne unrealistisch zu werden. Dabei werden gute moralische Tipps gegeben und erklärt, wo man Hilfe erhält. Ebenfalls wird vorgehalten, wozu Naschsucht führt und wohin das Gegenteil. Der Autor moniert die immer mehr aus der Welt verschwindende Höflichkeit wie das Zurechtrücken eines Stuhles. Ebenfalls überzeichnet er Diskotheken und die 1979 wohl noch recht neue Art des Tanzens, damals „Abhotten“ genannt, die dem klassischen Gemeinschaftstanz entgegen steht. Aber nicht nur bei den Worten ist der dem Zeitgeist nah. Es werden Hippies genannt und Jungen mit längeren Haaren beschrieben. Bei dem Wort „Turkey“ dachte ich zunächst an eine Erfindung des Autors. Wikipedia hat mich allerdings eines Besseren belehrt. Dieser Jugendbegriff ist wohl einem Lied von John Lennon zu verdanken, das um das Loskommen von den Drogen handelt. Das Buch enthält viele lustige Sprüche. Einmal mehr wird auf Tarzans italienisches Aussehen angespielt: „Du bist nicht von hier, nicht wahr?“, meinte der Oberst. „Das höre ich an deiner Aussprache.“ Weiterhin wird auf die TKKG-Bande eingegangen, die auch als solche bezeichnet wird. Dabei ist die Reihenfolge bei den „K“s vertauscht: Aus den Anfangsbuchstaben der vier Vornamen (T wie Tarzan, K wie Klößchen, K wie Karl und G wie Gaby) setzte sich der „Bandenname“ der vier Freunde zusammen: TKKG. Bei der Neuausgabe habe ich den harten Ton kritisiert. Gaby fährt in diesem Band Klößchen ebenfalls scharf an. Sie tituliert ihn als „Mops“. Stark finde, ich, wie sie sich emanzipiert und Tarzan dazu bringt, sie mitmachen zu lassen. Wie sie mit Tarzan spricht, ist amüsant. Ich liebe den Sarkasmus von Rolf Kalmuczak! Unangebracht ist jedoch, wie der Autor Obdachlose beschreibt und wie Tarzan mit diesen umgeht. Es wird immer angenommen, Obdachlose würden irgendwelches Ungeziefer am Körper haben. Was ist mit der Bildqualität los? Einige Zeichnungen von Reiner Stolte haben extrem dicke Linien und sehen vergrößert aus. Als ob aus sie ursprünglich nur einen Teil der Seite ausfüllen sollten und auf einmal doch zwei Seiten gänzlich füllen mussten. Fazit | ![]() 100% |
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| Verfasst am: 31.12.2010 |