
Sämtliches Bild und Textmaterial wird mit freundlicher Genehmigung der Random House Verlagsgruppe / cbj Kinder- und Jugendbücher verwendet.

75%
Insgesamt ist 1 Rezension des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 75%.
Ein Sammelband mit TückenEine Rezension von Hauke Preuß TKKG verbringen die Sommerferien zusammen auf einem Ferienlager an der Nordsee. Es ist ihr erster gemeinsamer Urlaub, bei dem sie natürlich so einige Abenteuer erleben. Man merkt stark, dass die Kapitel in sich abgeschlossene Geschichten sind, die auch einzeln veröffentlicht wurden. Denn bei jedem Kapitel werden zunächst die TKKG-Freunde und die Gegebenheiten des Ferienlagers vorgestellt. Dies hätte angepasst werden sollen. Ich verstehe auch nicht, warum dies nicht geschah. Im Gegensatz zu den einzelnen Abenteuern als Tramp-Büchlein gibt es ein Intro vor dem ersten Tagebucheintrag Tarzans, der schildert, wie TKKG mit dem Zug anreisen. Dabei werden Telefonmasten entlang der Schienen beschrieben und ein Bahnwärterhäuschen. Dinge, die es heute, ebenso wie das Fräulein, nicht mehr gibt. Besonders nervig ist im zweiten Kapitel die erneute Beschreibung von TKKG. Im dritten ist dies wiederum gelungen. Dort charakterisieren nämlich Kinder TKKG. Tarzan hat jetzt erstmals heftige Anwandlungen, jeden zu vermöbeln, der Gaby zu Nahe kommt. Jetzt ist er bereits sehr aggressiv, hält sich aber noch weit zurück, greift selbst nicht direkt an, sondern provoziert, um sich dann verteidigen zu können. Es kommt auch zur erste Erwähnung, dass Tarzan sich für Gaby zerreißen lassen würde... Oskars Beschreibung ist durchweg top: Ein Rüde, der einer läufigen Hündin nachstellt, sein Revier markiert und bettelt. Süßes ist für Hunde nicht gut, aber Gaby macht bei einem wenig süß schmeckendem Kuchen eine Ausnahme – da hat sie bei der Kynologie wohl doch nicht so gut aufgepasst. Karl und Klößchen sind auch nett geschildert. Klößchen ist beim ersten Abenteuer sogar im Vordergrund, wird er doch eines Diebstahls verdächtigt. Die Lösung des Rätsels ist für TKKG-Verhältnisse sehr originell und etwas ähnliches wird erst bei Der doppelte Pedro erneut thematisiert. Die einzelnen Geschichten haben alle einen sehr interessanten Kern, wirken aber bisweilen etwas belanglos, wenn man schon über 100 dicke TKKG-Bücher gelesen hat. Als Einzelausgaben sind sie wesentlich besser, denn dann ist die Kürze eher nachvollziehbar. Die Tramps sind somit sehr gut für Leseanfänger geeignet, aufgrund der Kürze, jedoch nicht wegen der sehr kleinen Schrift. Da bietet sich die Hardcovervariante wiederum an. Im direkten Vergleich von der Hardcoverausgabe und den Tramps von 1979 fällt die Bezeichnung Ferienlager auf. Denn bei den Original-Ausgaben ist stets vom Feriendorf die Rede. Aufgrund des Buchtitels wurde dies wohl durchgängig auch im Text geändert. Sehr geärgert und beim Lesefluss gestört haben mich fehlende Absätze zwischen Szenen- und Tagwechseln. Diese werden bei TKKG in der Regel durch Sternchen gekennzeichnet. Bei den Trampbüchlein sind solche auch vorhanden und sogar eine horizontale Linie. Auch gibt es dort sinnige Einrückungen. Beim Hardcover wurde auf all dies überwiegend verzichtet – nur die Tagebucheinträge und Kapitel sind vom Rest des Textes getrennt. Da stolpert der Leser bisweilen erst beim übernächsten Satz darüber, dass der vorherige am nächsten Tag stattfindet. Erklären kann ich mir diese Änderung nur zum Zweck des Platzsparens. Kein guter Grund. Alle Fehler, die es bereits bei den Tramp-Büchlein gab, haben es ins Hardcover geschafft und auch bei der omnibus Taschenbuchausgabe, die überarbeitet wurde (neue Rechtschreibreform) enthält sie. Das Covermotiv von Reiner Stolte ist eines meiner Lieblinge. Es zeigt TKKG an einen Baum gelehnt. Im Buch wird solch eine Szene im vierten Kapitel beschrieben. Das Buch enthält viele kleine schöne Illustrationen. Ein wenig schade ist es, die Cover der Tramps nicht zusätzlich im Buchinneren zu sehen. Die sind nämlich erstklassig. Fazit | ![]() 75% |
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| Verfasst am: 23.09.2010 |