
Sämtliches Bild und Textmaterial wird mit freundlicher Genehmigung der Random House Verlagsgruppe / cbj Kinder- und Jugendbücher verwendet.


Die Füße taten ihnen weh. Klößchen hatte sich Blasen gelaufen,
und Karl meinte, er könnte einen Eimer leer trinken
– so plage ihn der Durst.Außerdem senkte sich Dämmerung
auf die junigrüne Landschaft, und Gaby, die etwas
zurückgeblieben war, schloss eiligst auf – an die kleine Wandergruppe,
als sie ein dunkles, abendstilles Wäldchen durchquerten.
Die TKKG-Freunde – mit Tarzan, Karl, Klößchen und
Gaby – kehrten von einer Wanderung zurück. Es war herrlich
gewesen, aber sie hatten sich verschätzt. Sie waren zu
weit gelaufen und jetzt hängte die Müdigkeit ihre Bleigewichte
an Beine und Rücken.
Tarzan, dem Supersportler, machte es wenig aus. Er
schritt munter voran und schleppte den einzigen Rucksack.
Der war zwar leer gefuttert inzwischen, aber sechs Pfandflaschen
hatten auch ihr Gewicht – obwohl sie statt Limonade
nur noch säuerliche Luft enthielten.

Karl stolperte über seine dünnen Windhundbeine. Klößchen
nörgelte wegen winziger Bläschen an seinen Füßen
und hatte, das Schlimmste für ihn, keine Schokolade mehr.
Gaby, das einzige Mädchen der Freundesbande, hatte
sich wacker gehalten, aber jetzt schlurfte ihr Turnschuhschritt
so flach über den Waldboden, dass Ameisen und Käfer
die Köpfe einzogen.
»Heh,Tarzan!«, rief sie. »Wie weit ist es denn noch?«
Er blieb stehen.
Prompt lief Klößchen, der Tolpatsch, gegen ihn. Sein
Kopf stieß gegen den Rucksack. Die leeren Flaschen klirrten.
»Au!«, jammerte er. »Meine Birne!« Dann setzte er sich
mit einem Plumps auf den Boden.
»Das klang recht hohl«, flachste Tarzan. »War das die
große Limoflasche oder dein Kopf?«