
Sämtliches Bild und Textmaterial wird mit freundlicher Genehmigung der Random House Verlagsgruppe / cbj Kinder- und Jugendbücher verwendet.

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Insgesamt ist 1 Rezension des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 90%.
Außergewöhnliches SettingEine Rezension von Hauke Preuß Wie aus Band 18 bekannt planen die vier TKKG-Freunde eine Flussfahrt. Zum Dank für ihre Hilfe erhielten sie von ihrer Lehrerin in Hexenjagd in Lerchenbach einen Vierer-Kanadier. Mit dem geht es in diesem Buch auf große Tour. TKKGs Flussfahrt gestaltet sich zunächst wenig angenehm. Sie werden von Rockern und weiteren Personen belästigt, ohne den Grund zu ahnen. Doch schon bald finden sie heraus, worum es geht: Eine große Diebesbeute, für dessen Versteck die vier eine Karte haben. Logisch, dass Tarzan das Jagdfieber packt und er den Schatz bergen will. Die ersten dreieinhalb Kapitel spielen vor der Flussfahrt. Tarzan beobachtet eine Festnahme und unterschlägt wichtiges Beweismaterial, da er den leitenden Kommissar nicht mag. Er beschließt selbst herauszufinden, was es mit seinem Fundstück auf sich hat. Dieses Verhalten kann ich nicht gut heißen. Genauso, wie derartiges in einem TKKG-Buch nicht vorkommen sollte, ist es ein Unding, wie Klößchen eine Limoflasche im Fluss entsorgt. In späteren Büchern regen sich TKKG wegen Umweltverschmutzung auf – 1982 schien dies noch kein großes Thema in den Medien gewesen zu sein, sonst hätte Rolf Kalmuczak alias Stefan Wolf sicherlich Klößchen eine Rüge erteilt. Dieses Buch greift das Dauerthema „Mädchen und Frauen müssen beschützt werden“ auf. Dieses Mal durch die Anmerkung, wie Gaby und Tarzan als Anhalter auftreten: Alle Männer wollen immer nur Gaby mitnehmen und fahren weiter, sobald sie Tarzan sehen. Der Autor bringt erstmals folgende Weisheit in ein TKKG-Buch ein: „Zu viel Lob verdirbt den Charakter.“ Diese wird fortan gerne eingesetzt, wenn es um Belobigungen von Tarzan geht. Lustig ist Tarzans sportlicher KGGW (Keine Gewalt gegen Weiber) Grundsatz: Er ist reichlich überrascht als ihn ein Mädchen angreift und er sich nicht wehren kann. Die Darstellung von Zigeunern, Rockern und Landstreichern ist extrem stereotypisch angelegt. Alle bekannten Vorurteile werden aufgegriffen. Tarzan selbst wird erst am Ende des Buches gewalttätig. Zuvor sind es nur die Bösewichte, wobei ein kleines Mädchen verletzt wird und sie leicht hätte sterben können. Ziemlich hart, aber dafür realistisch. Es ist eine TKKG-Krankheit, die sich immer mehr manifestiert und hier in ihrer Reinform auftritt: Am Anfang findet alles in einem guten Tempo statt und auf den letzten 30 Seiten überschlagen sich die Ereignisse: Es wird hektisch, alles führt zusammen und Tarzan macht alles alleine. Ehe Tarzan in diesem Fall alles alleine gelöst hat, verprügelt er eine Rockerbande. Dieser Gewaltausbruch hätte vermieden werden können. Vielleicht wird er bei einer Neufassung gestrichen. Ich hoffe es. Bei der omnibus Neuauflage hat sich ein Fehler eingeschlichen. Auf Seite 82 steht Blauheim statt Blauhelm, wie noch bei Pelikan. Die Reichenfolge der TKKG-Bande auf dem Cover ist laut Seite 65 genau verkehrt: Tarzan ganz vorne, dann Gaby, Klößchen und Karl. Fazit Trotz einiger Schwächen unterhält dieser Fall in hohem Maße wegen des interessanten und außergewöhnlichen Settings sowie der ständigen realen Gefahr. | ![]() 90% |
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| Verfasst am: 25.07.2011 |