
Sämtliches Bild und Textmaterial wird mit freundlicher Genehmigung der Random House Verlagsgruppe / cbj Kinder- und Jugendbücher verwendet.


Die Katastrophe brauchte noch Mitwirkende. Ihre Wahl fiel auf die Vier vom TKKG. Aber anfangs war das durch nichts zu erkennen. Deshalb herrschte an diesem Mittag Hochstimmung im ADLERNEST. Tarzan pfiff, während er einen frisch gebügelten Judo-Anzug zusammenlegte. Klößchen lag auf dem Bett, dachte an nichts und stärkte sich mit Schokolade.
Sie hatten das Internats-Mittagsmahl hinter sich. Ein Hauch von Freistunde durchzog die Gemüter. In einer halben Stunde wollten sich die beiden Freunde mit Gaby und Karl treffen: im Fitneß-Studio Strong (Fitness = körperliche Leistungsfähigkeit), wo sie unentgeltlich trainieren durften, weil Werner Strong ein ehemaliger Sportlehrer der Schule war.
Sogar Klößchen machte mit.
"Ich frage mich", sagte Tarzan, "wie komme ich nach Ahrbach? Was ich auch anstelle, ich komme nicht nach Ahrbach. Himmel, so weit ist es doch nicht. Aber allmählich drückt mir die Sache aufs Gewissen."
Klößchen hob den Kopf. "Häh? Ich verstehe immer Ahrbach."

Tarzan nickte. "Wenn ich nicht selber hinkomme, muss ich den Frack tatsächlich verschicken. Sozusagen mit der Post.
Klößchen blinzelte. "Frack? Ahrbach? Post? Also, mir fehlt völlig der Durchblick. Darf ich um eine Erklärung bitten."
Tarzan grinste. "Da du erst seit vorgestern sportlich bist, hast du den Kleiderpump nicht gerafft (begriffen), wie? Es war vor fünf Wochen - beim letzten Judo-Turnier, wo ich Zweiter geworden bin. Beinahe hätte ich in Unterhosen antreten müssen, weil ich doch glattweg meinen Judogi (Kampfanzug) vergessen hatte. Aber OO aus Ahrbach war riesig nett und hat mir seinen Ersatzanzug geliehen. Den hier!"