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Insgesamt ist 1 Rezension des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 80%.
Moral mit doppeltem BodenEine Rezension von Hauke Preuß Eine Kundin von Frau Glockners Lebensmittelgeschäft will 198 000 DM zur Bank bringen und die TKKG-Bande möchten sie zum Schutz des Geldes eskortieren. Als sie aufbrechen wollen, ist das Geld aus dem vermeintlich sicheren Versteck verschwunden. Es gibt einen Tatverdächtigen. TKKG fühlen ihm auf die Finger und schon bald gehen Häuser in Flammen auf, Einbrüche werden verübt und einer erpresst den anderen … Meine obige Inhaltsangabe hat wenig mit der Klappentextbeschreibung zu tun? Korrekt. Denn der Fall ist ein anderer. Eingeleitet wird dieser am Anfang des Buches und das im Klappentext beschriebene findet auf den letzten 20 Seiten statt, nachdem der größte Fall gelöst ist und nur noch die Handlager des Big-Bosses auf freiem Fuß sind. Diese sind für einen Anschlag auf Gabys Patenonkel verantwortlich und werden dadurch geschnappt. Diese Geschichte beweist einmal mehr Kontinuität innerhalb des TKKG-Universums. Das Bankhaus Thaler wird erneut erwähnt (vgl. Band 37 und „Der doppelte Pedro“) sowie Klößchens bzw. TKKGs Urlaubsreiseziele Marbella und Rhodos (Band 27 und 32). Wie in Band 13 gibt es erneut einen Anschlag mit gelösten Balkonschrauben. Die erste Wiederholung in der Serie. Thema des Buches ist auch eine Nachbarfeindschaft, bei der Ekliges über den Zaun geworfen wird, wie später auch in Band 71. Der Zeitgeist ist omnipräsent: Anti-Atomkraft-Demonstrationen, erfolglose Terroristenfahndung und russische Spione waren 1986 sehr aktuell. Kurios ist ein Lehrer des Internats, der noch nie etwas von einem elektrischen Rasierer gehört hat. 1986 hatte man auch noch die 38-Stunden-Arbeitswoche… Tim hat eine neue Kung-Fu-Technik drauf. Allerdings wendet er im Buch lediglich zweimal Judo-Würfe an. Die TKKG-Moral: Die vier Freunde beweisen die Unschuld eines Verbrechers und werden von Glockner gelobt, weil es immer richtig sei, die Wahrheit zutage zu fördern, was vielleicht für den Moment schädlich ist, sich aber auf lange Sicht bewährt. Als TKKG sich eines Verbrechen schuldig machen ist die Moral verschwunden und Gabys Vater unternimmt nichts, weil es ungerecht wäre. Er verschweigt somit die Wahrheit, obschon er sie kennt. Die Szene, in der sich Kommissar Glockner mit TKKG über dieses Thema verschlüsselt verständigen, da der Kommissar offiziell nichts davon wissen darf, ist äußerst amüsant. Die Innenillustrationen von Reiner Stolte sind teilweise sehr schön und zum Lachen, teilweise aber auch unsauber angefertigt und weniger ansehnlich. Das Covermotiv zeigt eine wichtige Szene des Buches.
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| Verfasst am: 09.07.2011 |