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Insgesamt ist 1 Rezension des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 90%.
TKKG gehen gezielt ungesetzlich vorEine Rezension von Hauke Preuß TKKG sind einem Verbrecher auf der Spur, dem sie geschickt eine Falle stellen. Doch er ist gerissen und kann fliehen. Fortan ermitteln die vier Freunde und heften sich an die Fersen seiner Komplizen und Auftraggeber. Es ist in den letzten 40 Büchern schon öfter vorgekommen, dass sich TKKG gesetzeswidrig verhalten. Doch zumeist konnte man mit gutem Willen davon ausgehen, dass im Affekt gehandelt wurde. Jetzt ist es erstmals der Fall, dass von Anfang an geplant wird, sich nicht an die Regeln zu halten. Tims Gedanken dazu: Aber schließlich tun wir's ja, weil die Möglichkeiten der Polizei erschöpft sind. Die erlaubten Methoden versagen. Also klotzen wir ran. Auch wenn das nicht so ganz erlaubt ist. […] Sicherlich nennt man das Nötigung. […] Oder angedrohte Selbstjustiz [...]. Ein Glück, daß wir noch nicht strafmündig sind. Prinzipiell ähnelt das Vorgehen stark dem des Jack Bauers in der TV-Serie „24“, der foltert, um ans Ziel zu gelangen. Bei TKKG ist es natürlich ein ganz anderer Schlag und ab 1987 steckt TKKG tief in der besonders humorigen Phase, in der eben solche Aktionen viel Spaß machen, das Tim und Klößchen sich öfters verkleiden und in ihren neuen Rollen die Verbrecher herrlich verarschen. Festzuhalten bleibt jedoch die wachsende kriminelle Energie im Auftrag des Guten. Alles hat seine guten und schlechten Seiten. Bei diesem Band kann ich wunderbar damit leben, handelt es sich doch um Fiktion, die einfach gut unterhält. Tim und Klößchen, die Schlägertypen. So kennt man sie und so sind sie lustig. Besonders Willi, der Schreckliche. Erleben konnte man die beiden als Räuber in „Unternehmen Grüne Hölle“. Die nächste lustige Verkleidung dieser Art gibt es in „Sklaven für Wutawia“. Dort gehen Sie als „Penner“. Wenig lustig finde ich die Sichtweise des Autors zum Thema Rache, die stets wechselt: Nur wenn Tim sich rächt, ist es in Ordnung, bei einigen wenigen verständlich, muss aber dennoch bestraft werden, die übrigen sind Verbrecher. Tims Gedanken dazu am Ende des Buches: Meine Rache vergeude ich nicht an dir. Das wären Perlen vor die Säue geworfen. Deshalb hebe ich mir das edle Gefühl für einen Würdigeren auf. Diese Zwiespältigkeit des Gutheißens und Verteufelns habe ich schon in einigen wenigen Büchern zuvor kritisiert. Leider entwickelt sich die Serie bei den Rachegelüsten noch kräftig weiter. Ich fand es ehemals immer gut, wenn Tims Rachegedanken sich darauf bezogen ungestraft herumlaufende Verbrecher der Justiz zu übergeben. An Selbstjustiz war nicht zu denken (seit einiger Zeit aber immer häufiger). Die Gauner wurden durch das Schicksal oder Zufällen schon von alleine bestraft. Diese Schilderung der Rache hat mir gut gefallen. Hier verzichtet Tim auf seine, doch missfällt mir die Darstellung des Rachegefühls als edel. Stilistisch bleibt er Autor seiner Linie treu. Es gibt weiterhin Lautmalerei, um zum Beispiel das Spielen eines Akkords am Klavier zu verdeutlichen. Zusätzlich werden in der wörtlichen Rede englische Worte geschrieben, wie gesprochen und erst in Klammern erläutert. Beispiel: „Iihmätsch (Image = Persönlichkeitsbild)“ Nicht einheitlich sind immer wieder bestimmte Formulierungen innerhalb des TKKG-Universums: Margot Glockners Lebensmittelgeschäft wurde in Band 41 als Tante-Emma-Laden bezeichnet und ist in diesem Buch ein Feinkostgeschäft, wie auch in den Neuausgaben der ersten TKKG-Bände, die lediglich auf den Erstausgaben basieren. Gaby hat Tim vor zwei Wochen ein Goldkettchen (vergoldetes Silber) geschenkt. Das Kettchen wird entwendet und selbst am Ende des Buches gibt es keine Wiederentdeckung. Das ist sicherlich nicht so gewollt, ebenso wie die abweichende Schreibweise der Gartenparty im Buch selbst (Garten-Party). Fazit | ![]() 90% |
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| Verfasst am: 11.01.2011 |