Band 047: Der Teufel vom Waiga-See

Band 047: Der Teufel vom Waiga-See
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Gebundenes Buch · 192 Seiten · 12.2 x 18.8 cm
cbj
Juli 2004
€ 7,50 [D] | € 7,80 [A] | CHF 13,90 (UVP)
978-3-570-15046-7

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100%

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Rezensionenübersicht

Keine Längen

Eine Rezension von Hauke Preuß

Nach einem nicht allzu glanzvollen Start im Jahre 1988 sind die nachfolgenden Bücher, die im gleichen Jahr erschienen, sehr gut. Die Fokussierung auf den titelgebenen Fall überzeugt vollends. Es gibt - wie für die Serie üblich - natürlich weitere Verbrechen. Diese sind jedes Mal sehr verflochten mit dem Hauptfall. Das beginnt mit den Örtlichkeiten, die sehr begrenzt sind, und endet mit den Bekanntschaften. Es bleibt sehr überschaubar. Dank der weiteren Verbrechen wird es niemals langweilig. Eine tolle Methode.

Nachdem ich beim letzten Band die Kontinuität loben konnte, gibt es hier einen Fehler: Tim hat von seiner Mutter zu seinem zwölften Geburtstag eine Armbanduhr geschenkt bekommen. Dies widerspricht der Aussage aus Band sechs, welcher von seinem 13. Geburtstag spricht.

In diesem Buch gibt es viel Werbung. Sehr aufdringlich ist die von Puma. Der Name im Zusammenhang mit Schuhen fiel schon mal, seitdem es TKKG-Schuhe von Puma gab. Der Erzähler berichtet von Tims Leidenschaft gegenüber Schuhartikeln dieser Marke. Er kenne sogar jedes Modell.

Für Klößchen gilt ähnliches: Er blättert in einem Krimi-Comic. Das ist mit Sicherheit eine Anspielung auf die von 1987 bis 1989 erschienenen TKKG-Krimi-Comics.

Tim interessiert sich nun sehr für Pflanzen und Gräser, was Rolf Kalmuczak ausnutzt: Er zählt sehr viele auf. Zum Glück können solche Aufzählungssätze übersprungen werden. Dies ist eine Marotte des Autors, die manchmal informativ ist, bisweilen sehr stört. Eine weitere ist: Kalmuczak schreibt, wie man spricht. Beispiel: „Wir sind daaahaa!

Ein Großteil der Handlung spielt in Österreich. Die österreichischen Dialekte halten sich arg in Grenzen. Auch die paar Brocken Jugoslawisch, die der Autor eingefügt hat, stören nicht. Ich finde es gut, dadurch ein wenig Flair der anderen Sprachen zu integrieren.

Reiner Stolte hat schöne Illustrationen beigesteuert. Das Cover stimmt nicht hundertprozentig mit der im Buch beschriebenen Szene überein: Theas Haare sehen für mich braun aus und nicht blond. Auch sehe ich keinen lachsfarbenen Marmor. Außerdem ist es nicht Nacht (siehe Fenster).

Fazit
Tim wird überwältigt und der Erzähler macht viele lustige Bemerkungen. Dazu ein spannender Fall, der keine Längen aufweist. So muss es sein!

Score
100%
Verfasst am: 31.01.2011