
Sämtliches Bild und Textmaterial wird mit freundlicher Genehmigung der Random House Verlagsgruppe / cbj Kinder- und Jugendbücher verwendet.

100%
Insgesamt ist 1 Rezension des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 100%.
Eindringlich und atemraubendEine Rezension von Hauke Preuß Die Geschichte beginnt spannend mit einem dramatisch endenden Radrennen. Die Spannungskurve bleibt konstant auf einem sehr hohen Niveau. Tim unterläuft beispielweise ein Anfängerfehler, als er mit seinen Freunden trotz stichhaltiger Beweise auf eigene Faust ermittelt. Es ist immer wieder schön, wenn Tim Missgeschicke unterlaufen, macht es ihn doch menschlicher. Laufend stoßen TKKG auf Probleme – der Fall lässt sich nicht so einfach durch Belauschen und blinden Aktionismus lösen wie bereits einige Male zuvor. Gaby mag Gewalt nicht, worauf Tim sie damit beschwichtigt, er würde nur in Notwehr gewaltätig. Etwas später schildert der Autor, wie Tim in solche Situationen gelangen würde: [Kommissar Glockner:] „Das will ich nicht gehört haben, Tim. Ich begreife deine Wut. Aber wir spielen nicht Richter und üben nicht Selbstjustiz. Klar? [...]“ Dieses Zitat zeigt deutlich die doppelte Moral: „Keine Selbstjustiz, immer nach den Gesetzen handeln“ lautet die Devise. Es sei denn, einer TKKG nahestehenden Person ist etwas passiert oder in etwas verwickelt. Dann werden die Regeln gedehnt, nur für außen stehende Personen muss alles gesetzmäßig aussehen. („Und so stehen wir wie immer“, meinte Tim, „blütenweiß da.“) Ebenso sieht es aus, wenn der illegale Weg erfolgsversprechender zu sein scheint. Im Laufe des Buches handelt Tim glücklicherweise besonnen und nicht so hart, wie es seine anfänglichen Gedanken wünschen. Ähnlich ist es bei einem anderen Sachverhalt: „Du willst dich also an fremdem Eigentum vergreifen“, sagte Gaby. Der Zweck heiligt einmal mehr die Mittel. Doch der Irrtum im Ansatz wird erkannt: „[...] Soll mir eine Warnung sein! Man muß es sich dreimal überlegen, ehe man fremdes Eigentum anfaßt – auch wenn man es nur borgen will.“ Leider hält die Erkenntnis nicht lange an. In anderen Fällen handelt TKKG erneut wie hier. Allgemein stört Tims rabiates Vorgehen bei den von ihm aufgezwungenen Hausdurchsuchungen oder Geständnissen. Ohne Gewalt geht es da nie. Schade. Dies ist aber auch eine Marotte der Serie. „Würgegriff-Paula“, eine Figur aus Band 50 wird erneut aufgegriffen, wiedermal mit einem Verweis in Klammern auf ebendieses Buch. Das hat mir sehr gut gefallen. Der Autor verweist auch auf ein Ereignis vor einigen Monaten (aktuell ist Herbst, das Ereignis fand Anfang Juni statt), bei dem Klößchen Tim ausgesperrt hat, indem er die Strickleiter für seine unerlaubte nächtliche Rückkehr hochgezogen hatte. In abgewandelter Form trat dies bei einem älteren Fall tatsächlich auf. Ein Fehler ist mir aufgefallen: Gaby nennt ihren Vater immer „Papi“. In diesem Band (2. Auflage 1990) steht aber einmal fälschlicherweise „Papa“. Fazit | ![]() 100% |
|---|---|
| Verfasst am: 14.02.2011 |